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Verteidigung gegen Strafbefehl

Ein Strafbefehl gem. § 407 StPO eröffnet die Möglichkeit, die Rechtsfolgen einer Straftat in schriftlicher Form ohne Durchführung einer Hauptverhandlung und ohne abschließendes Urteil festzulegen. Dies gilt nicht für alle erdenklichen Straftaten, sondern nur für solche mit geringerer Strafandrohung. Dies dient der Umgehung von langwierigen Prozessen bei verhältnissmäßig kleinfügigen Bagatelldelikten.

Der Strafbefehl kann insbesondere bei Delikten mit folgender Rechtsfolge erlassen werden:

– Geldstrafe
– Entziehung der Fahrerlaubnis
– Verwarnung mit Strafvorbehalt
– Vernichtung oder Unbrauchbarmachung von durch eine Tat rechtswdrig erlangte Vorteile

Nach § 410 StPO kann gegen einen Strafbefehl mit dem Einspruch vorgegangen werden. Da der Strafbefehl aufgrund seiner prozessökonomischen Eigenschaft ohne eine Hauptverhandlung, also ohne eine mündliche Verteidigungsmöglichkeit und ohne Hinzuziehung umfangreicher Beweise zur genauen Darlegung des Sachverhaltes ergehen kann, kann es bei der Beurteilung über die Schuld des Betroffenen oftmals zu Fehlern kommen.

Der Einspruch kann sogar ohne Angaben von Gründen eingereicht werden. Kommt es zur Stattgabe des Einspruchs, beraumt der Richter einen Termin zur Hauptverhandlung an. In der Hauptverhandlung wiederum kann gegen die dem Beschuldigten vorgeworfene Tat mit umfangreichen Verteidigungsmöglichkeiten durch den Strafverteidiger vorgegangen werden.

Zu den dann folgenden Verteidigungsmöglichkeiten in der Hauptverhandlung wird auf die Rubrik „Verteidigung in der Hauptverhandlung“ verwiesen.