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Fachanwalt für Strafrecht

Einem Rechtsanwalt kann von der zuständigen Rechtsanwaltskammer nach Maßgabe der FAO (Fachanwaltsordnung) die Befugnis verliehen werden, die Bezeichung „Fachanwalt“ führen zu dürfen, wenn er besondere theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen in einem Rechtsgebiet erworben hat.
Vor einer Antragsstellung zur Verleihung der Bezeichnung „Fachanwalt für Strafrecht“ durch die zuständige Rechtsanwaltskammer, muss ein Rechtsanwalt zunächst mindestens drei Jahre als Rechtsanwalt zugelassen worden sein. Weitere Voraussetzungen zur Verleihung der Bezeichung „Fachanwalt für Strafrecht“ sind die verpflichtende Teilnahme an einem 120 Stunden umfassenden Fachkurs im jeweiligen Rechtsgebiet und die erfolgreiche Absolvierung von mehreren Klausuren. Außerdem muss nachgewiesen werden, dass der Rechtsanwalt bereits eine bestimme Anzahl von Strafrechtsfällen selbstständig bearbeitet hat und an mehreren Verhandlungen vor dem Schöffengericht oder einem dem übergeordneten Gericht verhandelt hat.
Erst dadurch kann nachgewiesen werden, dass der Fachanwalt für Strafrecht über besondere Kenntnisse in seinem Rechtsgebiet verfügt, die weit über die Kenntnisse hinausgehen, die ein Rechtsanwalt in seiner juristischen Ausbildung und seiner bisherigen praktischen Erfahrung erworben hat.

Nach § 13 FAO (Fachanwaltsordnung) verfügt der Fachanwalt für Strafrecht über eine zusätzliche Qualifikation im Fachgebiet des Strafrechts. Diese dadurch erworbenen besonderen Kenntnisse umfasssen die Bereiche:

Methodik und Recht der Strafverteidigung und Grundzüge der maßgeblichen Hilfswissenschaften,

materielles Strafrecht einschließlich Jugend-, Betäubungsmittel-, Verkehrs-, Wirtschafts- und Steuerstrafrecht,

Strafverfahrensrecht einschließlich Jugendstraf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren sowie Strafvollstreckungs- und Strafvollzugsrecht.

Aufgrund dieser speziellen Kenntnisse ist es für den Fachanwalt für Strafrecht möglich, die von einem Strafverfahren betroffenen Personen rechtlich vollumfänglich und anhand aktuellster Rechtssprechung zu beraten und zu betreuen.